Kappsäge

Kappsäge Test & Kaufberater

Kappsägen werden zum Kürzen von Holz in vertikaler Richtung zum Holzstück benötigt. Bei diesem Sägemodell werden zwei Varianten unterschieden. Klassische Kappsägen schneiden nur in vertikaler Richtung, Kapp-Zug-Sägen können auch in horizontaler Richtung sägen. Im Handel werden diese Sägemodelle auch als Kapp- und Gehrungssägen (mit oder ohne Zugfunktion) angeboten.

Bei dem klassischen Modell der Kapp- und Gehrungssäge sind Sägekopf und Sägetisch verbunden. Zumeist besitzen die Sägeköpfe eine Federlagerung, damit sie nach dem Sägen von alleine wieder in die Ausgangsposition nach oben gebracht werden können. Da die Schnittbreite bei diesem Modell von der Sägeblattgröße abhängig ist, wird die Schnittbreite zumeist eingeschränkt (zumeist auf maximal 80 Millimeter).

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Ist eine Zugfunktion vorhanden, sind Sägetisch und Sägekopf nicht verbunden, sondern zumeist kugelgelagert, auf einem Doppelrohl, das zusätzliche vorn und hinten Bewegungen von dem Sägekopf ermöglicht. Die Schnittbreite wird aufgrund dieser Konstruktion effektiv vergrößert. Breite Werkstücke (in der Regel bis maximal 300 Millimeter) können durch ermöglichten Vor- und Rückbewegungen problemlos bearbeitet werden. Ansonsten sind die Kernfunktionen einer Zug-Kapp- und Gehrungssäge, sowie klassischen Kappsägen, gleich.

Sie bestehen aus einem Elektromotor, einem Kreissägeblatt mit Schutzhaube, einem Drehtellersägetisch, einem Gelenk, einem Sägekopf und einem Griff. Dadurch, dass sich das Gelenk im Winkel verstellen lässt, lassen sich durch die Neigung des Sägekopfes Gehrungs- und Winkelschnitte durchführen. Die Winkel lassen sich zumeist zwischen 0 bis 45°, -45° bis +45° oder sogar -47° bis +47° (zur Durchführung eines Hinterschnitts) einstellen.

Bei Kappsägen wird mithilfe von einem Elektromotor entweder ein Antriebsriemen oder ein Zahnradpaar angetrieben, wodurch das Sägeblatt betrieben wird. Der Sägekopf wird dann, direkt auf die gewünschte Sägeposition (Kappposition) gebracht, und heruntergedrückt. Damit das Werkstück beim Kürzen nicht verrutschen kann, wird es auf dem Drehteller der Säge fixiert.

Wo finden Kappsägen ihre Verwendung?

Holzleisten, die auf Gehrung gesägt werden müssen, wie z. B. für die Herstellung von Bilderrahmen, Fensterrahmen, zur Verlegung von Fußleisten, aber auch Parkett oder Laminat, werden mithilfe von Gehrungskappsägen in dem gewünschten Winkel gekappt. Hier finden häufig sogar Untertischkappsägen Verwendung, bei denen das Sägeblatt so lange versenkt ist, bis die Sägearbeiten beginnen.

Beim Bau und Innenausbau von Häusern, Hütten, Campingwagen, Booten etc. werden Leisten, Latten, Bretter und Hölzer gerne mit Kappsägen bearbeitet. Formell gesehen, und auch vom Aufbau her erkennbar, gehören Kappsägen zu der Oberkategorie der Kreissägen. Bei diesen Sägemodellen ist üblicherweise ein Elektromotor mit einer Wechselspannung von 230 Volt der Antrieb. Sie können somit an jeder herkömmlichen Steckdose angeschlossen werden, und benötigen keinen Starkstrom.

Fußbodenleger, Innenausbauer und Schreiner nutzen Kappsägen im professionellen Bereich. Sie müssen die unterschiedlichsten Bauteile präzise und passgenau kappen, damit Verblendungen, Paneele und Leisten einen optisch ansprechenden Anblick bieten. Aufgrund der vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten und der recht einfachen Nutzung, kaufen sich viele Hobbybastler und Gärtner Kappsägen, um Zäune, Bänke und andere Holzzuschnitte passgenau und ohne viel Kraftaufwand durchführen zu können.

Im Grunde könnten einige Sägearbeiten auch mit einer herkömmlichen Handkreissäge durchgeführt werden, allerdings arbeiteten diese, je nach Modell und Hersteller, nicht ganz so präzise, wie Kappsägen. Im Gegensatz zu den mobil verwendbaren Handkreissägen handelt es sich bei Kappsägen häufig um stationäre Sägen. Mobile Kappsägen sind etwas schwerer als klassische Handkreissägen und daher nicht ganz so einfach zu transportieren. Kappsägen können nicht nur Holz, sondern auch Kunststoff und je nach Sägeblattqualität, leichte Metallbleche kappen.

Welche Unterschiede bestehen zwischen Heimwerk-Geräten und Profi-Geräten?

Kappsägen, die von Profis verwendet werden, müssen einen durchzugskräftigen Motor besitzen und über eine möglichst große Schnittbreite. Die Gehrungswinkel sollten über einen großen Bereich hinweg flexibel einstellbar sein, damit die Anfertigung passgenauer Holzteile kein Problem darstellt. Präzision ist besonders für den Profi von entscheidender Wichtigkeit. Aus dem Grund sollte die Säge nicht nur über einen möglichst großen Drehteller verfügen, sondern auch über Möglichkeiten der genauen Werkstückfixierung.

Justierschrauben machen es möglich, dass die gewünschten Winkel ganz genau und fein einjustiert, eingestellt werden können. In der Regel sind Kappsägen, die für den Hobbygebrauch verwendet werden mit einem Universalmotor ausgestattet. Sie sind vom Gewicht her leichter, als die leiseren Induktionsmotoren. Die geräuschärmeren Induktionsmotoren sind für Profis am besten geeignet, wenn sie häufig und lange (Dauereinsatz) beansprucht werden. Bastler und Handwerker, die Kappsägen nutzen, gelten prinzipiell eher als Semiprofis oder Profis, da alle anderen Hobbyheimwerker die zusätzliche Ausgabe für eine Kappsägex scheuen, und eher die jeweilige Sägearbeit mit einer etwas unpräziseren Handkreissäge durchführen.

Kappsägen sind Spezialsägen, die in der Regel nicht von absoluten Laienheimwerkern gekauft werden. Linearkugellager erleichtern das Arbeiten und vergrößern effektiv die Schnittbreite, weil sie einen Zugmechanismus bieten, der diesen Sägekomfort mit sich bringt. Es ist von Vorteil, wenn sich die Drehzahl stufenlos einstellen lässt, damit sie genau auf die Materialanforderungen abgestimmt werden kann. Eine exakte Einstellungsmöglichkeit der Gehrung ist für Profis ebenso wichtig, wie ein ausziehbarer Motorkopf. Zu Bedenken ist aber auch, dass eine stabilere Ausführung bei Sägen immer mit zusätzlichem Gewicht verbunden ist. Es kann daher durchaus ratsam sein, dass auch Profis sich für den mobilen Einsatz für eine kleinere, leichte Säge entscheiden, und die leistungsfähigere, aber schwere Säge stationär verwenden.

Welche einzelnen Funktionen gibt es bei Kappsägen?

Um die Sägearbeit mit einer Kappsäge zu erleichtern und noch präziser zu machen, gibt es einige Ausstattungsmerkmale, die nicht nur wichtig, sondern auch komfortabel sind.

Laser
Ein Laser kann die geplante Sägekante anzeigen und die Sägearbeit erleichtern.
Ein ausziehbarer Sägetisch
Da nicht alle Werkstücke gleich groß sind, kann ein ausziehbarer Sägetisch das Handling und die Bearbeitung langer Werkstücke verbessern.
LED-Beleuchtung
Fast wie eine Taschenlampe funktioniert eine integrierte LED-Beleuchtung. Sie ist hell und bietet den notwendigen Überblick, der ansonsten, gerade beim mobilen Einsatz, fehlen könnte.
Anschluss für eine externe Sauganlage
Um Sägespäne und Staub direkt während der Sägearbeit aufsaugen zu können, ist ein Anschluss für eine externe Sauganlage (z. b. ein Industriestaubsauger) sinnvoll.
Spänefangsack
Ein Spänefangsack ist zwar nicht so effektiv wie eine externe Sauganlage, kann aber einen Teil der anfallenden Sägespäne auffangen.
Spindelarretierung
Damit immer das passende Sägeblatt für die geplante Sägearbeit verbaut ist, muss das Sägeblatt häufiger gewechselt werden. Die Spindelarretierung erleichtert den gefahrlosen und schnellen Sägeblattwechsel.
Spannvorrichtung
Damit das zu bearbeitende Werkstück nicht verrutscht, kann es mit einer Spannvorrichtung fixiert werden. Nach der Fixierung ist das beidhändige Arbeiten möglich.
Schwerer Standfuß
Damit die Arbeit mit Kappsägen möglichst sicher ist, darf die Säge keinen kippeligen Stand haben. Ein sicherer und schwerer Standfuß kann da sehr hilfreich sein.
Qualität des Sägeblatts
Das Herzstück von Kappsägen ist das Sägeblatt. Es sollte daher nicht an Kosten gespart werden. HM (Hartmetall) Sägeblätter sind nicht nur haltbarer, sie erlauben auch eine saubere Schnittführung.
Das richtige Sägeblatt
Damit die Sägearbeiten qualitativ hochwertig sind, sollte das passende Sägeblatt vor jeder geplanten Arbeit ausgewählt werden. Hierbei kommt es besonders auf das Material an, das gekappt werden soll.

Unterschiede bei der Zahnanordnung

Trapezflachzahnsägeblätter (Standardform) eignen sich z. B. für die Bearbeitung von Werkstücken aus Aluminium (harte Materialien). Die schnelle Bearbeitung mit wenig Materialverlust bei Massivholz ist beispielsweise mit dünnen Sägeblättern möglich, die einen positiven Spanwinkel haben. Robuste Hartmetallzähne, die einen negativen Spanwinkel haben, werden für besonders saubere Schnitte bevorzugt. Wechselzahnanordnungen werden für weiche Materialien gewählt, wenn schnelle Schnitte gewünscht sind.

Bei Sägeblättern werden folgende Materialien unterschieden:

  • HSS, steht für Hochgeschwindigkeitsstahl
  • HM, steht für Hartmetall
  • Widia Sägeblatt, ist ein Sägeblatt, bei dem die Sägespäne mit extra hartem Stahl beschichtet wurden

Die Unterschiede der Zahnstellungen

Zähne in Laufrichtung: hierbei ergibt sich eine Unterscheidung, die davon abhängt, ob die Zähne in positiver oder negativer Zahnstellung stehen. Für weichere Materialien werden zumeist positive Zahnstellungen bevorzugt, für härte Materialien dagegen, negative Zahnstellungen.

Der Zusammenhang von Zahnanzahl und Zahnstellung

Die Zahnanzahl bestimmt, welche Zahnstellung sich ergibt. Bei einem Sägeblatt mit wenig Zähnen ergibt sich automatisch eine positive (aggressive) Zahnstellung.

Die Anzahl der Zähne

  • Sägeblätter mit 24 Zähnen gehören in die Kategorie der niedrigen Zahnanzahl. Es können schnelle Längsschnitte durchgeführt werden, die im Schnittbild unsauber erscheinen.
  • Sägeblätter mit 36 Zähnen werden der Kategorie mit mittlerer Zahnanzahl zugerechnet. Präzise und saubere Querschnitte sind möglich.
  • Sägeblätter mit 72 Zähnen werden in die Kategorie der hohen Zahnanzahl zugeordnet. Die negative Zahnstellung eignet sich für langsame Schnitte, damit harte Materialien sauber geschnitten werden können.

Welche Kennzahlen sollten beim Kappsägen-Kauf beachtet werden? Warum sind diese wichtig?

Vor dem Kauf einer Kappsägex sollte feststehen, für welche Arbeiten diese benötigt wird. Demnach sollte dann die Säge ausgewählt werden. Damit das Preis-/Leistungsverhältnis möglich gut ausfällt, sind folgende Aspekte zu berücksichtigen:

  • die Einstellungen der Säge sollten auf einer Skala gut erkennbar und ablesbar sein, damit die gewünschten Winkel präzise eingestellt und gesägt werden können.
  • damit die Positionierung der Säge sich während der Sägearbeit keinesfalls verschieben kann, sollte diese fest arretiert werden können (Vibrationen können tückisch sein).
  • ein integrierter Laser (evtl. sogar ein Doppellinienlaser) kann bei der Justierung und Ausrichtung des Werkstückes hilfreich sein.
  • eine Absaugvorrichtung für den Anschluss eines Industriestaubsaugers oder ein Staubfangbeutel sollte vorhanden sein, damit die Luft im Arbeitsbereich möglich staubfrei ist.
  • das Gewicht der Säge sollte vom Nutzer tragbar sein, damit das Handling möglichst einfach ist (besonders beim mobilen Einsatz).
  • ein schwerer Standfuß kann für einen sicheren Stand sorgen.
  • eine Zugfunktion ist bei stationären Kappsägen von großem Vorteil, da dann auch größere Werkstücke bearbeitet werden können.
  • ein neigbarer Sägekopf macht vertikale Schnitte möglich.
  • der Gehrungswinkel sollte sich möglichst stufenlos von 0° bis 45°, besser noch von -47° bis +47° stufenlos einstellen lassen, damit Hinterschnitte möglich sind.
  • die Leistungsaufnahme des Elektromotors sollte 1000 Watt nicht unterschreiten, damit der Motor genügend Kraft hat und durchzugskräftig ist. Die Schnittqualität würde ansonsten leiden.
  • ein drehbarer Sägeteller ermöglicht horizontale Gehrungsschnitte.